Arbeitsmarkt in OÖ

Das Arbeitsmarktservice OÖ veröffentlicht jedes Monat die Zahlen zu Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Als Referenzzeitraum wird dabei das gleiche Kalendermonat des Vorjahres verwendet. Ermittelt wird die aktuelle Arbeitslosenquote (im Bundesländervergleich). Arbeitslose Personen werden auch nach demografischen Daten (Alter, Geschlecht, Bildung) unterschieden. Das kann besondere Probleme am Arbeitsmarkt verdeutlichen (Beispiel Jugendarbeitslosigkeit). Ein wesentlicher Teil dieser Daten sind auch die Anzahl von arbeitslosen Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder der Langzeitbeschäftigungslosen. Gerade für diese Gruppe sind arbeitsmarktintegrative Angebote von sozialen Unternehmen notwendig.

Befristete Beschäftigung erhöht die Chancen am Arbeitsmarkt. (c) MecGreenie

Arbeitsmarktzahlen OÖ September 2026

Die Arbeitslosenquote beträgt in Oberösterreich im September 5,1% und damit liegt sie etwas über dem Wert aus dem September des Vorjahres (4,9%) aber deutlich unter dem aktuellen bundesweiten Wert von 7,0%. Über 37.000 Oberösterreicher:innen sind arbeitslos (+3,3%). Besonders Menschen über 50 Jahre (+7,4%), vor allem Personen ab 60 Jahren (+15,9%), Frauen (+6,7%) und anerkannt Behinderte (+10,4%) sind betroffen, wie der Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt. 11.381 Personen sind langzeitbeschäftigungslos (+ 16,4%).

Während die Beschäftigungszahlen mit 699.000 Personen um 0,15% leicht und die Zahl der offenen Stellen um 6,9% höher steigen, zeigen sich nach wie vor branchenspezifische Unterschiede. Im Bereich Gesundheits/Soziales ist die Arbeitslosigkeit um 6,9% gestiegen und die Zahl der offenen Stellen um 19,9% gesunken.

Der Bezirk Braunau erholt sich allmählich mit sinkender Arbeitslosigkeit (-10% und steigenden offenen Stellen (+38,8%). In Rohrbach (+13,4%), Schärding (+11,2%) und Wels (+8,8%) steigen die Arbeitslosenzahlen prozentuell am stärksten. Am höchsten ist die Arbeitslosen-quote in Steyr (7,5%), Linz (7,4%) und Wels (7%).

Die Langzeitbeschäftigungslosigkeit ist um 16,4% gestiegen.

Detailinfos: Arbeitsmarkt OÖ

"Die aktuelle positive Entwicklung zeigt, dass die Herausforderungen am Arbeitsmarkt sehr unterschiedlich sind. Während sich die Arbeitslosigkeit von jungen Menschen und im Haupterwerbsalter durchwegs stabilisiert, nimmt diese bei Arbeitssuchenden ab 55 Jahren (+9,3 %) zu. Dies zeigt sich auch an der Altersstruktur der langzeitbeschäftigungslosen Personen, insbesondere bei Frauen ab 60 Jahren (+34,6 % gegenüber dem Vorjahr). Alles in allem hat  Oberösterreich einen sehr stabilen Arbeitsmarkt, der vor allem von der erneuten Nachfrage im Produktionsbereich profitiert."
Iris Schmidt

AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt und Stellvertreter Markus Litzlbauer
AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt (Foto: AMS OÖ / Harald Dostal) und Stellvertreter Markus Litzlbauer (Foto: AMS OÖ / Eva Giritzer)
Arbeitsmarktdaten OÖ 2026
Arbeitsmarktdaten OÖ 2025

Arbeitsmarktdaten aktuell Österreich

arbeit plus Österreich, das Bundesnetzwerk von sozialen Unternehmen zur Arbeitsmarktintegration, bereitet die Arbeitsmarktstatistik monatsaktuell für einen Überblick zur Entwicklung von Arbeitslosigkeit, Schulungsteilnahme und Langzeitbeschäftigungslosigkeit auf.

arbeit plus Daten

Ebenfalls interessant sind die Daten zu:

  • Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitbeschäftigungslosigkeit von 2008 bis heute
  • Entwicklung der Arbeitslosigkeit und Beschäftigung seit 1946
Foto Pressekonferenz
Manuela Vollmann und Sabine Rehbichler von (c) arbeit plus

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