Arbeitsmarkt in OÖ

Das Arbeitsmarktservice OÖ veröffentlicht jedes Monat die Zahlen zu Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Als Referenzzeitraum wird dabei das gleiche Kalendermonat des Vorjahres verwendet. Ermittelt wird die aktuelle Arbeitslosenquote (im Bundesländervergleich). Arbeitslose Personen werden auch nach demografischen Daten (Alter, Geschlecht, Bildung) unterschieden. Das kann besondere Probleme am Arbeitsmarkt verdeutlichen (Beispiel Jugendarbeitslosigkeit). Ein wesentlicher Teil dieser Daten sind auch die Anzahl von arbeitslosen Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder der Langzeitbeschäftigungslosen. Gerade für diese Gruppe sind arbeitsmarktintegrative Angebote von sozialen Unternehmen notwendig.

Befristete Beschäftigung erhöht die Chancen am Arbeitsmarkt. (c) MecGreenie

Arbeitsmarktzahlen OÖ August 2026

Die Arbeitslosenquote beträgt in Oberösterreich im August 5,3% und damit liegt sie etwas über dem Wert aus dem August des Vorjahres (5,2 %) aber deutlich unter dem aktuellen bundesweiten Wert von 7,2%.

Eine in den letzten Monaten sichtbare Entwicklung setzt sich in Oberösterreich weiter fort: Weiterhin steigt die Anzahl arbeitsloser Frauen (August 2026: 19.810; +7,3% im Jahresvergleich) deutlicher an, als jene der Männer (August 2026 : 19.514; +1% im Jahresvergleich). Damit sind in unserem Bundesland im August 2026 mehr Frauen als Männer als arbeitslos vorgemerkt. Die Arbeitslosenquote bei Frauen beträgt in Oberösterreich 5,9% und liegt damit ein Prozentpunkt über dem Wert der Männer (4,9%).

Betrachtet man die Arbeitslosen nach Altersgruppen so zeigt sich eine Zunahme im Vergleich August 2025 und 2026 in allen Alterskategorien (unter 25 Jahre: +5,3%; 25 bis 49 Jahre: +2%; über 50 Jahre: +7,3 %). Damit hat die Zahl der Arbeitslosen bei den über 50-Jährigen am deutlichsten zugenommen. Die Arbeitslosenquote nach Alterskategorie zeigt für Juli 2026, dass die Gruppe der über 50-Jährigen mit 5,5% die höchste Arbeitslosenquote der drei Alterskategorien aufweist.

11.560 sind aktuell langzeitbeschäftigungslos, das ist ein Anstieg von 17,3% im Vergleich zum August 2025.

Grafik zur Arbeitslosenquote von Frauen
Die Arbeitslosenquote von Frauen beträgt 5,9%

Detailinfos: Arbeitsmarkt OÖ

"Trotz konjunktureller Unsicherheiten bleibt der Arbeitsmarkt vergleichsweise stabil. Die Quote mit 5,3% gehört weiterhin zu den niedrigsten in Österreich.  Auch die Zahl der unselbstständig Beschäftigten bleibt hoch.

Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen liegt um 17,3% über dem Vorjahr. Allerdings sehen wir in den letzten beiden Monaten erste Auswirkungen gesetzter Interventionen veränderter Betreuungsstrategien. Zum Beispiel in Steyr, wo der Anstieg im  Vergleich zum Vorjahr mit 7,7% unter dem Österreichschnitt lag. Die Nachfrage der Betriebe zieht spürbar an. Mit der Zunahme offener Stellen setzt sich der positive Trend fort, der bereits seit Juni beobachtbar ist. Hier liegt das Angebot offener Stellen um 7,3 % über dem Vorjahr. Es ergeben sich daher größere  Chancen für Menschen mit niedriger Qualifikation bzw. mit technischen Abschlüssen. Im Besonderen trifft das auf die Wirtschaftszweige Arbeitskräfteüberlassung (+29,7%), Produktion, Bau und handwerkliche Berufe zu. Dies zeigt sich auch in der Zunahme von Arbeitsaufnahmen im Vorjahresvergleich von 2,4%."
Iris Schmidt

AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt und Stellvertreter Markus Litzlbauer
AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt (Foto: AMS OÖ / Harald Dostal) und Stellvertreter Markus Litzlbauer (Foto: AMS OÖ / Eva Giritzer)
Arbeitsmarktdaten OÖ 2026
Arbeitsmarktdaten OÖ 2025

Arbeitsmarktdaten aktuell Österreich

arbeit plus Österreich, das Bundesnetzwerk von sozialen Unternehmen zur Arbeitsmarktintegration, bereitet die Arbeitsmarktstatistik monatsaktuell für einen Überblick zur Entwicklung von Arbeitslosigkeit, Schulungsteilnahme und Langzeitbeschäftigungslosigkeit auf.

arbeit plus Daten

Ebenfalls interessant sind die Daten zu:

  • Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitbeschäftigungslosigkeit von 2008 bis heute
  • Entwicklung der Arbeitslosigkeit und Beschäftigung seit 1946
Foto Pressekonferenz
Manuela Vollmann und Sabine Rehbichler von (c) arbeit plus

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