Arbeitsmarkt in OÖ

Das Arbeitsmarktservice OÖ veröffentlicht jedes Monat die Zahlen zu Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Als Referenzzeitraum wird dabei das gleiche Kalendermonat des Vorjahres verwendet. Ermittelt wird die aktuelle Arbeitslosenquote (im Bundesländervergleich). Arbeitslose Personen werden auch nach demografischen Daten (Alter, Geschlecht, Bildung) unterschieden. Das kann besondere Probleme am Arbeitsmarkt verdeutlichen (Beispiel Jugendarbeitslosigkeit). Ein wesentlicher Teil dieser Daten sind auch die Anzahl von arbeitslosen Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder der Langzeitbeschäftigungslosen. Gerade für diese Gruppe sind arbeitsmarktintegrative Angebote von sozialen Unternehmen notwendig.

Befristete Beschäftigung erhöht die Chancen am Arbeitsmarkt. (c) MecGreenie

Arbeitsmarktzahlen OÖ Juli 2026

Die Arbeitslosenquote beträgt in Oberösterreich 5,1 % und damit liegt sie etwas über dem Wert aus dem Juli 2025 (5,0 %). Bei der Arbeitslosenquote im Bundesländervergleich liegt OÖ deutlich unter der österreichweiten Arbeitslosenquote von 6,9 %.

Im Juli 2026 hat das AMS Oberösterreich 37.653 arbeitslose Personen vermerkt. Zuwächse im Jahresvergleich gibt es bei Frauen (+4,9 %), nach Alter betrachtet vor allem bei den Arbeitslosen 60+ (+14,6 %) und nach Branchen vor allem im Bereich "Gesundheit/ Soziales" (+8,1 %). Diese Entwicklungen haben sich bereits in den letzten Monaten gezeigt und sind auch im  Juli 2026 sichtbar geworden.

Von den knapp über 37.000 arbeitslosen Personen sind 11.328 Personen langzeitbeschäftigungslos. Damit ist fast ein Drittel schon als ein Jahr - ohne signifikante Unterbrechungen - arbeitslos gemeldet. Dies sind um 17,9 % mehr Menschen als noch vor einem Jahr. Österreichweit sind bereits mehr als jede:r Dritte (34,2%) der vorgemerkten Arbeitslosen langzeitbeschäftigungslos.

Bei der Arbeitslosenquote nach Arbeitsmarktbezirken liegen weisen fünf Bezirke einen höheren Wert auf als der OÖ-Wert von 5,1% im Juli 2026:  Steyr (7,6 %), Linz (7,1%), Wels (6,8%), Braunau (6,0%) und Traun (5,3%).

Prognosen bleiben verhalten

Im Juni 2026 wurde im AMS Forschungsnetzwerk eine Quartalsprognose zum österreichischen Arbeitsmarkt 2026/27 veröffentlicht. Die Prognosen für 2026 bleiben verhalten: Bis zum Ende des ersten Quartals 2027 ist weiterhin mit einem, wenn auch abgeschwächten, Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Erst im weiteren Jahresverlauf 2027 werden rückläufige Arbeitslosenzahlen prognostiziert. Die Prognose sieht auch ein geringes Beschäftigungswachstum 2026 und 2027, das vor allem im Dienstleistungsbereich realisiert wird. Im Gesundheits- und Sozialbereich wird besonders dem Pflegebereich Wachstumspotenzial infolge des demografischen Wandels zugeschrieben. Aktuell wird in OÖ allerdings eine ganz andere Entwicklung sichtbar - seit Monaten gibt es im Jahresvergleich starke Zuwächse bei der Zahl an arbeitslos gemeldeten Personen in der Branche "Gesundheit/Soziales" beim gleichzeitigen Rückgang der offenen Stellen. Auch aus den Diskursen rund um öffentliche Budgets zur Finanzierung des Sozialsektors im nächsten Jahr lassen angesichts eingeschränkter finanzieller Spielräume der öffentlichen Hand aktuell wenige Wachstumsimpulse ablesen.

Gestiegene Inflation als Risiko für die zaghafte Konjunkturerholung

Stefan Thurner, Sozialplattform OÖ

Stefan Thurner ist neuer Geschäftsführer der Sozialplattform OÖ
Stefan Thurner (c) MecGreenie

Detailinfos: Arbeitsmarkt OÖ

"Oberösterreich verfügt trotz vielfacher Herausforderungen über eine stabile Beschäftigungsstruktur in den Unternehmen. Dies zeigt sich in einer geringeren Wechselbereitschaft des Personals. Die daraus resultierende fehlende Dynamik führt derzeit bei Arbeitsuchenden zu längerer Jobsuche, insbesondere für Berufseinsteiger:innen. Die Dauer der Arbeitslosigkeit älterer Frauen, vor allem bei über 60-Jährigen, hat sich aufgrund des gestiegenen Pensionsantrittsalters erhöht. Dadurch ist auch die Anzahl der Betroffenen merklich gestiegen.
Starke Zuwächse bei Langzeitbeschäftigungslosen sind in ganz Österreich zu  beobachten. Im Vergleich zu den Vormonaten jedoch bleibt diese Personenanzahl in Oberösterreich mit leichten Schwankungen stabil.
Wie im Vormonat setzt sich die positive Entwicklung im Bereich Produktion und Technik, insbesondere in der Arbeitskräfteüberlassung, fort."
Iris Schmidt

AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt und Stellvertreter Markus Litzlbauer
AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt (Foto: AMS OÖ / Harald Dostal) und Stellvertreter Markus Litzlbauer (Foto: AMS OÖ / Eva Giritzer)
Arbeitsmarktdaten OÖ 2026
Arbeitsmarktdaten OÖ 2025

Arbeitsmarktdaten aktuell Österreich

arbeit plus Österreich, das Bundesnetzwerk von sozialen Unternehmen zur Arbeitsmarktintegration, bereitet die Arbeitsmarktstatistik monatsaktuell für einen Überblick zur Entwicklung von Arbeitslosigkeit, Schulungsteilnahme und Langzeitbeschäftigungslosigkeit auf.

arbeit plus Daten

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  • Entwicklung der Arbeitslosigkeit und Beschäftigung seit 1946
Foto Pressekonferenz
Manuela Vollmann und Sabine Rehbichler von (c) arbeit plus

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