Arbeitsmarkt in OÖ

Das Arbeitsmarktservice OÖ veröffentlicht jedes Monat die Zahlen zu Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Als Referenzzeitraum wird dabei das gleiche Kalendermonat des Vorjahres verwendet. Ermittelt wird die aktuelle Arbeitslosenquote (im Bundesländervergleich). Arbeitslose Personen werden auch nach demografischen Daten (Alter, Geschlecht, Bildung) unterschieden. Das kann besondere Probleme am Arbeitsmarkt verdeutlichen (Beispiel Jugendarbeitslosigkeit). Ein wesentlicher Teil dieser Daten sind auch die Anzahl von arbeitslosen Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder der Langzeitbeschäftigungslosen. Gerade für diese Gruppe sind arbeitsmarktintegrative Angebote von sozialen Unternehmen notwendig.

Befristete Beschäftigung erhöht die Chancen am Arbeitsmarkt. (c) MecGreenie

Arbeitsmarktzahlen OÖ November 2025

Im November 2025 lag die Arbeitslosenquote in Oberösterreich bei 5,1% und um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote in Österreich liegt bei 7,5% und damit um 0,3 Prozentpunkte höher als im November 2024.

Weiterhin hoch ist der Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit, nämlich plus 7,7% im Vergleich zum November 2024. 16.902 Frauen und 20.385 Männer (+1,0%) waren im November arbeitssuchend. Besonders "Frauenbranchen" wie Handel, Gastronomie, Gesundheit/Soziales sind betroffen. Regional gibt es bei der Frauenarbeitslosigkeit nur in Kirchdorf und Schärding einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, während die Arbeitslosigkeit bei Männern in sieben Bezirken zurückgeht. Eferding, Freistadt, Grieskirchen, Linz, Perg, Linz-Land liegen beim Zuwachs der Frauenarbeitslosigkeit deutlich über den durchschnittlichen 7,7%.

Über 10.200 Personen sind langzeitbeschäftigungslos, ein Anstieg von 26,6% im Vergleich zum Vorjahr. Bezieht man das Alter in die Rechnung ein, so sind besonders langzeitbeschäftigungslose Personen über 50 Jahre betroffen (+23%). In diesem speziellen Alterssegment sind die die Zuwächse in Rohrbach (+54,1%),  Braunau (+45%) und Eferding (+38,9%) besonders hoch.

Der Zugang von offenen Stellen ist um 13,1% zurückgegangen und insgesamt gibt es um 8,4% weniger offene Stellen als im Vorjahr. Nur Grieskirchen, Schärding, Steyr und Vöcklabruck bildet hier eine Ausnahme, wo es mehr offene Stellen gibt.

Grafik steigende Frauenarbeitslosigkeit

Frauen beim Wiedereinstieg unterstützen

Die Frauenprogramme des Arbeitsmarktservice OÖ sind ein wichtiges Instrument, um die berufliche Integration und die Karrierechancen von Frauen nachhaltig zu verbessern. Diese Angebote sind gerade in Zeiten, in denen die Frauenarbeitslosigkeit überproportional ansteigt, von besonderer Bedeutung. Ihre ausreichende Finanzierung ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Mitgliedsorganisationen der Sozialplattform OÖ unterstützen Frauen beim Wiedereinstieg, bei der Arbeitssuche oder bei ihrem Weg einer beruflichen Höherqualifizierung etwa über das Angebot an Frauenberufszentren (FBZ). An 16 Standorten in Oberösterreich erhalten arbeitssuchende Frauen kompetente Beratung und Unterstützung z.B. durch Workshops bei Ihrer Entwicklung beruflicher Perspektiven. Auf der Webseite des Arbeitsmarktservice gibt es mehr Informationen zum Angebot sowie zu den Standorten der Frauenberufszentren unserer Mitgliedsorganisationen IAB, Frauenberatungs- und Frauenservicestellen BABSI, Frauenstiftung Steyr, ALOM, she:works sowie B7 Arbeit und Leben.

Stefan Thurner, Sozialplattform OÖ

Stefan Thurner ist neuer Geschäftsführer der Sozialplattform OÖ
Stefan Thurner (c) MecGreenie

Detailinfos: Arbeitsmarkt OÖ

"Der Gesamtanstieg der Arbeitslosigkeit betrifft zum überwiegenden Teil Frauen aus den Bereichen Handel, Büro und Reinigung. Dies ist zurückzuführen auf die nach wie vor stattfindenden Restrukturierungs-maßnahmen in bestimmten Wirtschaftsbereichen. Dies führt trotz Intensivierung von Schulungs- und Weiterqualifizierungsangeboten durch das AMS zu einer Zunahme der Langzeitbeschäftigungslosigkeit quer über alle Ausbildungsniveaus. Aufgrund der unterschiedlichen Ausprägungen dieses Anstiegs müssen die regionalen Disparitäten noch genauer analysiert und verstärkt individuell begleitet werden."
Iris
Schmidt

AMS-Monatsinfo:

AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt und Stellvertreter Markus Litzlbauer
AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt (Foto: AMS OÖ / Harald Dostal) und Stellvertreter Markus Litzlbauer (Foto: AMS OÖ / Eva Giritzer)

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