Arbeitsmarkt in OÖ

Das Arbeitsmarktservice OÖ veröffentlicht jedes Monat die Zahlen zu Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Als Referenzzeitraum wird dabei das gleiche Kalendermonat des Vorjahres verwendet. Ermittelt wird die aktuelle Arbeitslosenquote (im Bundesländervergleich). Arbeitslose Personen werden auch nach demografischen Daten (Alter, Geschlecht, Bildung) unterschieden. Das kann besondere Probleme am Arbeitsmarkt verdeutlichen (Beispiel Jugendarbeitslosigkeit). Ein wesentlicher Teil dieser Daten sind auch die Anzahl von arbeitslosen Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder der Langzeitbeschäftigungslosen. Gerade für diese Gruppe sind arbeitsmarktintegrative Angebote von sozialen Unternehmen notwendig.

Befristete Beschäftigung erhöht die Chancen am Arbeitsmarkt. (c) MecGreenie

Arbeitsmarktzahlen OÖ April 2026

Die Arbeitslosenquote beträgt in Oberösterreich 5,2%. Sie hat sich im Vergleich zum April 2025 nicht verändert und liegt 2,3 Prozentpunkte unter der österreichweiten Arbeitslosenquote von 7,5%. Oberösterreich weist im Bundesländervergleich die niedrigste Arbeitslosenquote auf.

Die geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Entwicklungen der letzten Monate werden fortgeschrieben: Die Zahlen zeigen eine Zunahme bei arbeitslosen Frauen (+3,2%) und eine Abnahme bei arbeitslosen Männern (-3,9%) im Vergleich von März 2025 und 2026. Im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen, also in zwei Bereichen, in denen überwiegend Frauen beschäftigt sind, stieg in Oberösterreich im Vergleich April 2025 zu 2026 die Zahl an arbeitssuchenden Menschen (Handel +3,4% und Gesundheit/ Soziales +9,9%).

Betrachtet man arbeitslose Oberösterreicher:innen nach Altersgruppe zeigt sich, ein Anstieg bei den unter 25-Jährigen auf 4.725 (+4,4%) im Jahresvergleich und eine Zunahme bei den Arbeitslosen im Alter von 60+ von 13,8% auf 3.258 Personen. In allen anderen Altersgruppen zeigen die Monatsdaten für April 2026 eine Abnahme an arbeitslosen Personen Vergleich zum April des Vorjahres.

Aktive Arbeitsmarktpolitik im Doppelbudget 2027/28

Die Arbeitslosenzahlen nach Alter betrachtet zeigen für April 2026 auf, dass jene Altersgruppen, die am Beginn und am Ende des Erwerbslebens angesiedelt sind, von steigender Arbeitslosigkeit betroffen sind. So steigt seit 2024 das Frauenpensionsalter laufend an, was zum einen zu einem Anstieg bei der Erwerbstätigkeit von Frauen über 60 Jahren führt, aber instabile Beschäftigungssituationen auch deutlich gestiegene Arbeitslosenquoten bei Frauen in diesem Alterssegment mit sich bringen.

Ein gewichtiger Teil unserer Mitgliedsorganisationen bietet vielfältige arbeitsmarktintegrative Angebote für jugendliche Arbeitssuchende als auch Arbeitslose am Ende des Haupterwerbsalters an. Die Bundesregierung kündigte im Doppelbudget 2027/28 kürzlich 100 Millionen für Arbeitsmarktpolitik, insbesondere für ältere Frauen, Langzeitbeschäftigungslose und Jugendliche an. Details dazu stehen noch aus. Mehr Geld für aktive Arbeitsmarktpolitik ist grundsätzlich positiv – gerade in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit. Entscheidend ist aber, wie dieses Geld eingesetzt wird.

Als oö. Landesnetzwerk von arbeit plus, der Dachorganisation von arbeitsmarktpolitischen Trägerorganisationen und sozialen Betrieben - bringen wir Expertise und Perspektive unserer Mitgliedsorganisationen in die Debatte zu Ausgestaltung und Weiterentwicklung arbeitsmarktintegrativer Angebote auf Landes- und Bundesebene ein.

Stefan Thurner, Sozialplattform OÖ

Stefan Thurner ist neuer Geschäftsführer der Sozialplattform OÖ
Stefan Thurner (c) MecGreenie

Detailinfos: Arbeitsmarkt OÖ

"Die konjunkturelle Stabilisierung zeigt sich nun auch in einem Plus bei den unselbständig Beschäftigten bei gleichzeitigem Rückgang der Arbeitslosigkeit und einem leichten Anstieg der gemeldeten offenen Stellen. Schwierig gestaltet sich der Arbeitsmarkt im Bereich der akademischen Ausbildungen. Dies ist den Umstrukturierungsmaßnahmen vor allem im mittleren und höheren Management geschuldet.
Insgesamt setzt sich in Oberösterreich der leicht positive Trend fort.""

Iris Schmidt

Links zu AMS-Monatsinfo:

AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt und Stellvertreter Markus Litzlbauer
AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt (Foto: AMS OÖ / Harald Dostal) und Stellvertreter Markus Litzlbauer (Foto: AMS OÖ / Eva Giritzer)

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