Konsulentinnen und Konsulenten für Soziales appellieren an die OÖ Landesregierung und den OÖ Landtag
Eine Gruppe von Konsulent:innen für Soziales zeigt große Besorgnis hinsichtlich der gesellschaftlichen Entwicklung in Oberösterreich: "Die Kürzungsvorhaben im SOZIALBEREICH werden die wirtschaftlichen und sozialen Bruchlinien vertiefen und zu mehr Unsicherheit, Unfrieden, Resignation und Unmut in der Bevölkerung beitragen. Desinteresse und Entsolidarisierung, Vereinsamung und Verelendung sind Konsequenzen, die wir nicht nur befürchten, sondern zwangsläufig kommen sehen."
Das Land Oberösterreich verleiht den Ehrentitel "Konsulent:in für Soziales" an verdienstvolle Persönlichkeiten im Sozialbereich in Anerkennung für ihr Wirken. Helmut Bayer, Michael Mooslechner, Karl Osterberger, Elisabeth Paulischin, Alfred Prantl, Josef Pürmayr, Elisabeth Rosenmayr und Heinz Zauner warnen vor den Folgen einer Demontage der sozialen Infrastruktur die österreichweit vorbildlich war. Für deren Aufbau und Erhalt sind die Genannten als Konsulentinnen und Konsulenten ausgezeichnet worden sind.
Ihren Appell konkretisieren die Sozial-Konsulent:innen wie folgt:
- "Wir appellieren an die Landesregierung, offenzulegen, welche Ziele sie mit den Kürzungen verfolgt.
- Wir appellieren an die Landesregierung, dazustellen, wie sie sich eine funktions- und tragfähige soziale Infrastruktur vorstellt.
- Wir appellieren an die Landesregierung, die sozialen Auswirkungen ihrer geplanten Maßnahmen aufzulisten.
- Wir appellieren an die Landesregierung, geplante Härten nachhaltig abzufedern.
- Weil „Schweigen die Wurzeln unserer Gesellschaft zerstört“ (Rita Süssmuth) melden wir uns als Konsulentinnen und -konsulenten für Soziales zu Wort und fordern mehr soziale Verantwortlichkeit ein."