Kooperationsmodell, das wirtschaftlich überzeugt und gesellschaftlich wirkt.
Die aktuellen AMS-Zahlen für März 2026 zeigen: Österreich steht vor einer strukturellen Weichenstellung. Besonders deutlich wird das beim Blick auf die arbeitslosen Menschen, die langzeitbeschäftigungslos sind – also jene Menschen, die seit über einem Jahr weder einen fixen Job noch eine längere Ausbildung bekommen haben. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum März des Vorjahres um +13,4 Prozent auf 103.195 Personen, und noch ist kein Ende des Anstiegs in Sicht.
Noch markanter ist der Anstieg bei der Langzeitarbeitslosigkeit im engeren Sinn, also jenen Menschen, die über 365 Tage durchgehend arbeitslos gemeldet sind: hier beträgt der Zuwachs +24,3 Prozent auf 52.559 Personen. Die Gesamtarbeitslosigkeit stieg um 2,0 Prozent. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede: Frauen sind mit +5,6 Prozent überproportional betroffen, die Arbeitslosigkeit von Akademiker:innen stieg um +13,3 Prozent. Gleichzeitig sinkt die Zahl sofort verfügbarer offener Stellen um 8,8 Prozent.
„Langzeitbeschäftigungslosigkeit ist kein Randproblem – sie ist, nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlich andauernden Flaute, mitten in Österreich angekommen", sagt Manuela Vollmann, Vorstandsvorsitzende von arbeit plus - Soziale Unternehmen Österreich. „Aber es gibt Wege – und wir werden alle Potenziale brauchen! Soziale Unternehmen und ihre privatwirtschaftlichen Partner liefern seit Jahren die Antwort: Sie beschäftigen Menschen, die am regulären Arbeitsmarkt keinen Platz finden, schaffen regionalen Wert, stärken Betriebe und entlasten die öffentliche Hand. Sie zeigen, wie sich Verantwortung rechnet."
„Österreichs Unternehmen, die heute mit Sozialen Unternehmen kooperieren, sichern sich einen echten Wettbewerbsvorteil", bestärkt Sabine Rehbichler, Geschäftsführerin arbeit plus Österreich. „Für Arbeits- und Fachkräfte, die aufgrund der Bevölkerungsentwicklung dringend gesucht werden, werden, für regionale Verankerung, für die verantwortungsvolle Reputation bei den Kund:innen. Unternehmen wie Salinen Austria und SPAR machen vor, was zukunftsweisende Unternehmensverantwortung bedeutet: gelebte Strategie, die regional wirkt und wirtschaftlich überzeugt."