Leistbarer Wohnraum ist kein Randthema mehr
Das Netzwerk Wohnungssicherung besteht aus drei Partnern, die eng zusammenarbeiten: Gemeinden, Sozialberatungsstellen und regionale Träger der Wohnungslosenhilfe. Betroffene können sich an jede dieser drei Stellen wenden. Ein einheitliches System sorgt dafür, dass Informationen bei einer Weitervermittlung nahtlos weitergegeben werden, um Doppelgleisigkeiten und Mehraufwand zu vermeiden.
2006 hat Oberösterreich als erstes Bundesland die Delogierungsprävention gesetzlich verankert. Seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2007 wurden mehr als 45.000 Haushalte mit über 100.000 Menschen betreut, darunter fast 38.000 Kinder. 2025 konnte in 71 Prozent aller Fälle die Wohnung gesichert werden. "Das Netzwerk Wohnungssicherung flächendeckend in Oberösterreich zu verankern, war vorausschauend und essenziell", meint Oliver Jungwirth, Verein Wohnplattform bei der Pressekonferenz mit Landesrat Christian Dörfel und Stefan Hindinger, Mosaik. Jungwirth ergänzt: "Gerade in den letzten Jahren sehen wir, wie wichtig es ist, diese Basis zu erhalten. Die Teuerungen in fast allen Lebensbereichen betreffen alle Menschen, alle Schichten. Die Themen Zugang zu und Leistbarkeit von Wohnraum sind keine Randthemen mehr. Es sind Kernthemen.“
Auch Stefan Hindinger, Mosaik, erklärt, dass die Leistbarkeit des Wohnens für immer mehr Menschen zum Problem werde: "Die Einkommenssteigerungen haben in den letzten Jahren nicht mit den Erhöhungen bei Miete und Energie mitgehalten. Daher ist Wohnungssicherungsberatung so wichtig. Es geht dabei nicht nur um die Abwendung von Wohnungsverlusten (Delogierungen), sondern um nachhaltige Lösungen zur Sicherung der Wohnung.“