Tagung: Schöne neue Welt

 

Schöne neue Welt

Zukunfts-Entwürfe für eine gerechte und nachhaltige Gesellschaft und die Rolle der Sozialorganisationen

11. Oktober 2016, 13.30 - 17.00 Uhr

Linz, Arbeiterkammer

 

Finanzkrise, Rekordarbeitslosigkeit, Abstiegsangst - muss man unser gängiges Wirtschaftssystem als gescheitert bezeichnen? Darf man das denn überhaupt, bestehende Strukturen in Frage stellen und Visionen für die Zukunft entwerfen?

 

Die Sozialplattform Oberösterreich ermuntert explizit dazu und versucht bei der Tagung Antworten zu erhalten, auf welchem wirtschaftlichen Weg die Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft erhöht werden kann. Dabei kommen neben den Wirtschafts-ExpertInnen Christian Felber und Jakob Kapeller auch Armutsbetroffene (Plattform Sichtbar bleiben, Michaela Moser -Armutskonferenz) zu Wort, um Visionen für mehr Teilhabe und ihre Wünsche an soziale Organisationen zu formulieren.

 

Wir freuen uns auf einen spannenden Nachmittag, bei dem der Fokus auf unterschiedlichen Perspektiven und Zugängen zum Thema liegt. 

 

Moderiert wird die Veranstaltung von Christine Haiden.

 

Anmeldung bis 20. September unter office@noSpam.sozialplattform.at

Teilnahmegebühr: 

EUR 40 für Nicht-Mitglieder

EUR 25 für Mitglieder

20 Gratis-Tickets für Kulturpass-BesitzerInnen

 

Weitere Infos unter office@noSpam.sozialplattform.at oder 0732-66 75 94

 


 

Rückblick Tagung 2015

Vielfältige Themen rund um die "soziale Arbeit" in der Zukunft, gute Stimmung unter den 170 TeilnehmerInnen ...

 

... eine rege Podiumsdiskussion, neue und alte Kontakte, Erinnerungen an früher, Blick in die Zukunft, eine Auszeichnung für den „FAIRtreter des Jahres“, ein Stück Geburtstagstorte – eine gelungene Veranstaltung. Das ist das erfreuliche Resümee zu unserer Tagung "Soziale Arbeit 2025 – Professioneller Umgang mit neuen Herausforderungen" mit "Geburtstagsfeier" anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Sozialplattform OÖ am 5. Mai 2015. – Wir freuen uns, dass so viele dabei waren und hoffen, dass die eine oder andere nachhaltige Idee für die Arbeit in unseren sozialen Organisationen mitgenommen werden konnte.

 

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20-minütiger Kurzfilm

 

Trotz Rückblick in die ereignisreiche Vergangenheit der Sozialplattform OÖ war unsere „Geburtstagsfeier“ am 5. Mai vorrwiegend vom Blick in die Zukunft geprägt: Wie kann/soll soziale Arbeit der nahen Zukunft aussehen? Welche Ansprüche gibt es an dieses gesellschaftliche Aufgabengebiet? Welche Herausforderungen ergeben sich in der Zukunft für soziale Arbeit? Bringen uns soziale Innovationen weiter? Können Kooperationen eine Lösung in der Zukunft sein?

 

„Die Chancen, Lebensqualität zu verwirklichen, waren vielleicht noch selten so gut wie sie heute sind. Aber heute haben wir zum Teil wieder mehr Rückschritte. Es heißt heute Input-Output.“

stellt Prof. Dr. Ueli Mäder, Soziologe an der Universität Basel und Dozent an der Fachhochschule Nordwestschweiz, gleich zu Beginn seines Vortrages in den Raum. „Wir leben in einer Welt, in der soziale Ungleichheiten zunehmen. Es hapert mit der Verteilung.“ Es gibt daher viele Herausforderungen für die soziale Arbeit in der Zukunft: „Ich wünsche mir eine soziale Arbeit, die sich kritisch für den sozialen Ausgleich engagiert, die das auch theoretisch fundiert macht und die ihre Vorteile nutzt, relativ basisnah zu sein.“ Und weiter meint Mäder: Soziale Arbeit soll einen lernenden Zugang haben und auch selbstreflexiv sein. „Wir dürfen Fehler machen, wenn Menschen merken, dass wir uns ehrlich für sie interessieren. In Anlehnung an das Graffiti der Jugendbewegung gilt: Wir scheitern nicht, an den Niederlagen, die wir erleiden, sondern an den Auseinandersetzungen, die wir nicht wagen.“

 

„Sparen müssen wir – und jetzt sollen wir auch noch innovativ werden?“

Mit dieser Frage eröffnete Univ.-Prof. Dr. Josef Hochgerner, Soziologe und Sozial- und Wirtschaftswissenschafter sowie Gründer und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums für Soziale Innovation in Wien, seinen Vortrag.

 „Innovationen sind mehr die Antwort auf sozialen Wandel als der Grund dafür.“ Die steigende Lebenserwartung beispielsweise bringt neue Anforderungen. „Man muss sich überlegen, wie man damit umgehen soll. Der soziale Wandel, in unserem Beispiel die alternde Gesellschaft, verlangt nach sozialen Innovationen, nach technischen Innovationen in der Medizin.“

Innovationen erfolgen schrittweise, zuerst muss man eine Idee haben, das Problem analysieren. Als nächsten Schritt überlegt man Maßnahmen, wie die Idee umgesetzt werden kann. Dann geht’s an die eigentliche Verwirklichung und das Überwinden von Schwierigkeiten. „Schließlich muss am Ende des Prozesses eine Wirkung stehen, der sogenannte soziale Mehrwert.“

 

„Was Sie heut hier tun, gefällt mir sehr. Denn damit machen Sie schon etwas Wichtiges für Kooperationen: Sie vernetzen sich. Sie treten in Kommunikation: Wie geht’s Dir? Wie geht’s bei uns in der Einrichtung, was haben wir für gemeinsame Themen?“

so FH-Prof.in MMag.a Dr.in Waltraud Grillitsch, Professorin für Sozialwirtschaft und Sozialmanagement an der FH Kärnten. Damit Kooperationen nachhaltig gelingen können, muss man einen geeigneten Partner finden, eine gute Idee haben und ein gutes wohlüberlegtes Kooperationsmanagement umsetzen.

„Kooperation muss kein Bündnis für‘s Leben sein“, so Grillitsch. Kooperation kann in ausgewählten Bereichen stattfinden. „Man muss sich fragen: Wo passen wir langfristig zusemmen? Man muss sich nicht in allem einig sein oder alle Ideologien teilen. Es reicht, wenn man sich in dem Punkt einig ist, wo man gern kooperieren möchte, und da dann gemeinsame Regeln definiert.“

 

„In Zeiten, wo man es am meisten bräuchte, wird am meisten gespart“,

so leitete Gerald Groß die Tagung ein. Dies beschreibt zugleich die größte Herausforderung für soziale Arbeit in der Gegenwart und sicherlich auch in nächster Zukunft. Fachlich fundiert, humorvoll und professionell führte Gerald Groß als Moderator durch die Tagung und die anschließende Podiumsdiskussion im Rahmen der Jubiläumsfeier zum „30. Geburtstag der Sozialplattform OÖ“. Am Podium mit dabei waren die ReferentInnen, Mag.a Dorothea Dorfbauer, Vorstandsvorsitzende der Sozialplattform OÖ, sowie Mag.a Gertraud Jahn, Sozial-Landesrätin OÖ, und Ulrike Schwarz, Landtagsabgeordnete Klub der Grünen. Birgit Gerstorfer, PMML, Landesgeschäftsführerin des AMS OÖ, nahm im Publikum zum hochaktuellen Thema „Einsparungen“ Stellung.

 

"Wenn ich gewusst hätte, dass ich einen Preis bekomme, wäre ich besser angezogen!"

meinte Mag. Michael Mooslechner, längstdienendstes Vorstandsmitglied der Sozialplattform OÖ. Er erhielt anlässlich unseres 30-Jahre Jubiläums die Trophäe "FAIRtreter des Jahres" – als Anerkennung für sein Durchhaltevermögen und sein Engagement.

 

„Dafür wollen wir uns als Sozialplattform OÖ einsetzen!“

„Für unsere Mitgliedsorganisationen braucht es Rahmenbedingungen, die fair sind, damit wir soziale Dienstleistungen als Unterstützung für benachteiligte Personen auch anbieten können.“ fordert Mag.a Dorothea Dorfbauer, Vorstandsvorsitzende der Sozialplattform OÖ und Geschäftsführerin im Verein SAUM.  „Und das zu Rahmenbedingungen, die eine gute Qualität sichern, die die Bedarfe der Zielgruppe widerspiegeln, für uns als Organisationen gut abwickelbar sind und unseren MitarbeiterInnen eine gute Arbeit ermöglichen. Dafür wollen wir uns als Sozialplattform OÖ einsetzen.“

 
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